Nachweis latenter Infektionen

durch den Reben-Mauke-Erreger Agrobacterium vitis

Die Mauke ist die wichtigste Bakterienkrankheit von Reben in den nördlichen und östlichen Weinbaugebieten Europas. Vor allem in Jahren mit strengen Winterfrösten kann es zu heftigen Krankheitsausbrüchen ("Tumore") kommen, die das vollständige Absterben der Reben zur Folge haben können.

Als Erreger gilt das Gram-negative Bakterium Agrobacterium vitis. Für die Rebenzüchtung und die Rebveredlung ist die Krankheit von großer Bedeutung, da als wichtigster Verbreitungsweg die Übertragung durch latent infiziertes Vermehrungsmaterial angesehen wird. Dies konnte in einem von uns im Labor durchgeführten Rebveredlungsprozess gezeigt werden: Dazu wurde ein stabil rotfluoreszierendes Protein (RFP)-exprimierender A. vitis-Stamm mittels Transposon-Technologie etabliert und dem zu veredelnden Vermehrungsmaterial zugesetzt. Die visuelle Lokalisation des Schaderregers im Gewebe mittels Fluoreszenz- bzw. Konfokalmikroskopie konnte so durchgeführt werden.

Aktuell erfolgt der Nachweis in potentiell infiziertem Vermehrungsmaterial mittels Lebendisolierung der Bakterienzellen auf semi-selektiven Medien und anschließendem PCR-Nachweis mittels spezifischer Primer.

  • Ansprechpartner

    Dr. Guenther Buchholz
    Tel.: 06321 67113-51
    E-Mail

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